Schleswig-Holsteins Geographie bietet viel Abwechslung
Betrachtet man Schleswig-Holsteins Geographie, trifft man auf viele interessante Fakten. Im Süden bildet die Halbinsel Jütland den Abschluss des Landes Schleswig-Holstein, im Norden ist es die Norddeutsche Tiefebene. Die Grenzen im Osten stellen die Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern und im Westen die Nordsee dar. Im Norden grenzt Schleswig-Holstein weiterhin an Dänemark und im Süden an Niedersachsen und Hamburg. Der geografische Mittelpunkt Schleswig-Holsteins ist die kleine Stadt Nortorf.
lage
Mit seiner Lage an der Küste der Nord- und Ostsee hat Schleswig-Holstein einen Anteil von 3,2 Prozent an der gesamten Küstenlinie Europas. Auch innerhalb des Landes finden sich einige große Gewässer. Die Eider, der größte Fluss Schleswig-Holstein, und die Levensau sind die geografischen Grenzen der Landesteile Schleswig und Holstein. Diese befindet sich nördlich in der Nähe von Kiel und hatte hauptsächlich in der Vergangenheit eine wichtige Bedeutung. Bis 1806 war sie die nördliche Grenze des Heiligen Römischen Reiches. Anschließend war sie bis 1864 dieselbe des Deutschen Bundes. Eine herausragende Rolle in Schleswig-Holsteins Geographie übernehmen die Landschaften. Ein Großteil des Landes wurde durch die Einrichtung von Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten unter besonderen Schutz gestellt. An der Küste zieht sich die Marsch entlang. Das zeigt sich deutlich durch die Namen der dort liegenden Regionen (beispielsweise Dithmarschen). Marschland ist Schwemmland, welches besonders fruchtbar ist. Die Marsch Schleswig-Holsteins hatte ihre Entstehung in der letzten Eiszeit als Endmoränenlandschaft. Die Basis der Marsch ist das Watt, welches trockengefallen bzw. trockengelegt wurde. Das Marschland Schleswig-Holsteins wird intensiv als Weidefläche und Ackerland genutzt. Die vorgelagerte Insel Fehmarn, welche sich östlich des Marschlandes befindet und ebenfalls zu Schleswig-Holstein zählt, entstand ebenfalls in der letzten Eiszeit, allerdings als Grundmoränenlandschaft.
Wattenmeer
Im Westen wird Schleswig-Holsteins Geographie intensiv durch das Watt geprägt. An die oben bereits ausführliche Marsch schließt sich die hohe und niedere Geest an. Die Geest ist das Gegenteil der Marsch. Die Geest wurde gleichfalls während der Eiszeit geschaffen. Sie liegt höher als die Marsch und wurde daher früher als diese von Menschen besiedelt. Sie waren in der Geest vor den entfesselten Naturgewalten des Windes und des Meeres deutlich sicherer, obgleich die Geest unfruchtbarer ist als die Marsch. Die Geest entstand durch Sandablagerungen und ist daher sehr trocken. An Marsch und Geest in der West-Ost-Ausdehnung von Schleswig-Holsteins Geographie schließt sich das Schleswig-Holsteinische Hügelland an. Die höchste Erhebung desselben ist der Bungsberg mit einer Höhe von 168 m über NN. An der Ostküste weist Schleswig-Holsteins Geographie Buchten und Förden auf. Sie ist gleichfalls sehr fruchtbar. Die geographische Gliederung der Ostküste wird in die Halbinseln Schwansen, Dänischer Wohd, Wagrien und Angeln vorgenommen. Sie sind im Gegensatz zum flachen Land an der Westküste hügelig.
Das Landesinnern
Im Landesinnern Schleswig-Holsteins liegen mehrere große Seen. Die Landschaft um diese wird als Holsteinische Schweiz bezeichnet. Die Hüttener Berge und der gleichnamige Landstrich liegen an der Grenze zur Geest. Im ganzen Land trifft man auf Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Sie tragen dazu bei, die einmalige Naturlandschaft zu erhalten. Der größte Nationalpark Mitteleuropas ist der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, der zum Teil als Biosphärenreservat ausgewiesen ist. Zudem gibt es das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, wovon sich nur ein geringer Teil in Schleswig-Holstein befindet.
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